Gymnasium Kirchheim
 

„Ikone“: Kuros
Klassenstufe: 6
Dauer: 6 Wochen
Geschichte / Kunst: Die Stunden zu Beginn und am Ende fanden gemeinsam statt, in der Mitte wurde fachspezifisch differenziert
Bildnerische Praxis: Zeichnen, Ton modellieren
Historische Praxis: Arbeitsblätter, eigene Recherche der Schüler

 

Ziel des Unterrichtsprojekts ist die Erschließung des ‚Kuros’ als Paradigma der frühgriechischen Kultur.

Die Großplastik, eine aufrecht stehende, in sich versammelte Jünglingsgestalt, verkörpert sowohl Männlichkeits- und Kriegerideal der griechisch-archaischen Aristokratie als auch - in sakraler Überhöhung - die Auffassung des griechischen Götterbildes. Fundorte der Kuroi im gesamten griechischen Kulturraum verweisen auf die zentrale Bedeutung dieser Plastik für die kulturelle Identität der Griechen. Der Kuros ist damit auch dafür prädestiniert, einen Weg zum Verständnis der griechischen Adelswelt und ihren Wertvorstellungen zu eröffnen; von hier aus ergeben sich auch Anknüpfungspunkte zur griechischen Götterwelt und zu den Olympischen Spielen.

Für die Kunst sind die zentralen Aspekte die stehende figürliche Freiplastik, ihre formalen Merkmale in der griechischen Archaik und der Vergleich mit früheren und späteren Darstellungen, in denen sich die Auflösung der strengen Form und eine zunehmende Differenzierung der Körperdarstellung und dessen natürliche Bewegtheit anschaulich darstellen und nachvollziehen lassen.

 
Verlauf
 

1. Einführung in das Thema Kuros
2. Besuch der Glyptothek München (s. Bilder)
3. Fachspezifische Differenzierung (4 Std.)

Geschichte: Sozialgeschichte und kulturgeschichtliche Einordnung des Kuros in die griechische Wertewelt
Kunst: Zeichnungen, Modellieren von Tonfiguren

4. Zweiter Museumsbesuch (Abgusssammlung) zum Thema Weiterentwicklung der griechischen Plastik
5. Schulinterne Ausstellung mit den Arbeitsergebnissen am Tag der offenen Tür

 
Galerie